Fotos: Rüdiger Herzog

Links ein Baum, rechts ein Baum,


(CG) TANNENBERG/DÖRFEL:

..  "Links ein Baum, rechts ein Baum, in der Mitte Zwischenraum” –

dieser Spruch kann Arthur Schramm wohl nur bei einem Spaziergang durch eine Allee eingefallen sein. Der Frohnauer Weg von Tannenberg zum Naturschutzzentrum Annaberg in Dörfel verdiente aber zuletzt den Namen "Allee” nicht mehr wirklich. Wildverbiss und Schneeräumarbeiten hatten die nach 1990 angelegte Obstbaumallee erheblich geschädigt.

In einer gemeinsamen Aktion pflanzten die Naturstiftung David und der Alleenschutzgemeinschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Annaberg jetzt neue Bäume in die Lücken. Den Letzten brachte am 16. Mai Tannenbergs Bürgermeister Christoph Neubert gemeinsam mit dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Peter Hettlich in die Erde. Hettlich unterstützte als Mitglied der Alleenschutzgemeinschaft die Aktion auch finanziell.

Peter Hettlich: "Wir versuchen immer wieder auch in Berlin das Thema auf der politischen Agenda zu halten, auch den Alleenschutz, weil Verkehrsclubs wie der ADAC sagen, dass sind potentielle Todesfallen und deswegen fordern sie zum Teil absurde Leitplankensysteme, Schutzsysteme vor den Bäumen, die diese Alleen verschandeln bzw. das Abholzen und Rückverlegen von Alleen. Wir versuchen klarzumachen, dass das ein erhebliches Kulturgut ist. Es ist ein mühseliges Geschäft, da haben sie im Bundestag nicht so wahnsinnig viele Mitstreiter, aber es ist ein Thema, was die Leute emotional bewegt.”

Statt Obstbäume wurden allerdings jetzt 35 Ebereschen gepflanzt. Sie sind nicht nur resistenter, sondern die Beeren des "Vugelbeerbaams” werden auch von über 60 Vogelarten gefressen. Und Vögel gibt es nicht wenige in den Alleen. Denn gerade in Agrargebieten seien die baumgesäumten Wege oft die letzte Zuflucht für viele Baumbrüter, so Hettlich weiter.

  Quelle: kabeljournal.de




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